{"id":3,"date":"2006-12-29T17:08:25","date_gmt":"2006-12-29T16:08:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dvmb-augsburg.de\/cms\/?page_id=3"},"modified":"2021-05-03T18:28:39","modified_gmt":"2021-05-03T16:28:39","slug":"erkrankung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dvmb-augsburg.de\/cms\/?page_id=3","title":{"rendered":"Erkrankung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Was versteht man unter Morbus Bechterew?<\/strong><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Morbus Bechterew (wissenschaftliche Bezeichnung: Spondylitis ankylosans) ist eine chronische, entz\u00fcndlich-rheumatische Erkrankung, die in erster Linie die Wirbels\u00e4ule bef\u00e4llt. Es k\u00f6nnen aber auch gro\u00dfe Gelenke (wie z.B. Knie, H\u00fcfte), Sehnen und Sehnenans\u00e4tze betroffen sein. In seltenen F\u00e4llen werden auch innere Organe von der Entz\u00fcndung erfasst, wie die Regenbogenhaut der Augen. Die Erkrankung ist bisher nicht heilbar aber durch eine konsequente Therapie entscheidend beeinflussbar. Daher ist es besonders wichtig, dass die Betroffenen fr\u00fchzeitig eine intensive krankengymnastische und \u00e4rztliche Versorgung erhalten.Die Selbsthilfegruppen im Rahmen des DVMB bieten hierzu wohnortsnahe Gruppengymnastik, vielf\u00e4ltige Informationen \u00fcber das Leben mit der Krankheit, fachkundige Beratung in krankheitsrelevanten Fragen und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen.<\/p>\n<p><strong>Wie h\u00e4ufig ist die Spondylitis ankylosans, erkranken M\u00e4nner \u00f6fter als Frauen?<\/strong><br \/>\nDas allgemeine Vorkommen von Spondylitis ankylosans in der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung wird heute auf ca. 0,25 % bis 0,50 % gesch\u00e4tzt (MIEHLE, S. 26). Allerdings gibt es auf der Erde auch Regionen, in denen Bechterew deutlich h\u00e4ufiger vorkommt, so z.B. bei den Eskimos oder den norwegischen Samen (dort ca. 5 % der Bev\u00f6lkerung). In anderen Regionen der Welt tritt die Erkrankung besonders selten auf, wie etwa in Nordafrika oder China. Diese ethnischen Unterschiede begr\u00fcnden sich wahrscheinlich durch die unterschiedliche H\u00e4ufigkeit des Antigens HLA B27 (DVMB, S. 35).<\/p>\n<p>In Deutschland sch\u00e4tzt man die Zahl der bereits an Bechterew leidenden Personen zwischen 95.000 und 190.000 (MIEHLE, S. 26). Die j\u00e4hrliche Zahl an Neuerkrankungen, bezogen auf 100.000 Menschen liegt zwischen 6 und 8 F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Die fr\u00fchere Annahme, dass bevorzugt junge M\u00e4nner an Spondylitis ankylosans erkranken, wurde zwischenzeitlich widerlegt. Im Rahmen einer DVMB-Patientenbefragung im Jahr 1996 hat sich herausgestellt, dass M\u00e4nner und Frauen etwa gleich h\u00e4ufig an Morbus Bechterew erkranken (DVMB-Leitfaden). Das in der Wissenschaft h\u00e4ufig genannte Verh\u00e4ltnis erkrankter M\u00e4nner zu Frauen von 3-4:1 ist ein Mittelwert \u00fcber die Zahl diagnostizierter Bechterew-Patienten in allen Altersgruppen, einschlie\u00dflich derer, die vor 50 Jahren erkrankten; also einer Zeit zu der Morbus Bechterew bei Frauen h\u00e4ufig nicht erkannt wurde (DVMB-Leitfaden).<\/p>\n<p>Was medizinische Aspekte der Spondylitis ankylosans (wie erste Symptome, Diagnose, Krankheitsverlauf und Begleiterscheinungen) anbelangt, verweisen wir auf die einschl\u00e4gige Literatur (wie etwa unten angef\u00fchrte B\u00fccher) sowie auf themenspezifische Internet-Seiten (siehe hierzu die Rubrik &#8222;Links&#8220;).<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><br \/>\nSpondylitis ankylosans &#8211; Morbus Bechterew, Dr. med. Wolfgang Miehle, Rheumamed-Verlag 2004, ISBN 3-9806607-2-9, (zitiert MIEHLE).<br \/>\nMorbus Bechterew in 100 Fragen, DVMB-Schriftenreihe, Heft 12; (zitiert DVMB).<br \/>\nMorbus Bechterew \u2013 Ein Leitfaden f\u00fcr Patienten, Prof. Dr. Ernst Feldtkeller, DVMB-Schriftenreihe, Heft 1 (zitiert: DVMB-Leitfaden)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was versteht man unter Morbus Bechterew? Morbus Bechterew (wissenschaftliche Bezeichnung: Spondylitis ankylosans) ist eine chronische, entz\u00fcndlich-rheumatische Erkrankung, die in erster Linie die Wirbels\u00e4ule bef\u00e4llt. Es k\u00f6nnen aber auch gro\u00dfe Gelenke (wie z.B. Knie, H\u00fcfte), Sehnen und Sehnenans\u00e4tze betroffen sein. 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